Festveranstaltung

Am 18. Oktober feierte die Karl-Arnold-Stiftung im Adam-Stegerwald-Haus in Königswinter mit einer Festveranstaltung ihren 50. Geburtstag. Zur Geburtstagfeier kamen rund 200 Gäste. Angeführt wurde die Gästeliste von der Familie Arnold, die durch den Sohn von Karl Arnold, Dr. Gottfried Arnold, dessen Gattin, Irene Arnold, sowie Karl Arnolds Enkel, Dr. Karl Hans Arnold. vertreten waren. Neben einigen Europa-, Bundestags- und Landtagsabgeordneten konnte der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Bernhard Worms, Vertreter der Stadt Königswinter, Mitglieder, Freunde und Förderer der Stiftung, eine Reihe von befreundeten Organisationen und Weiterbildungseinrichtungen, Teilnehmerinnen und Teilnehmer an Bildungsveranstaltungen sowie viele ehemalige und aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Karl-Arnold-Stiftung begrüßen.

Rede des Vorsitzenden der Karl-Arnold-Stiftung

In seiner Begrüßungsrede erinnerte Dr. Worms an die Gründung der Stiftung im Jahre 1959 und zeichnete 50 Jahre politische Bildung im Geiste von Karl Arnold nach. In seiner viel beachteten Rede sparte der Stiftungsvorsitzende aber auch nicht mit kritischen Worten am Zustand der Demokratie und forderte die politischen Verantwortlichen auf, die Demokratie nicht auf dem Sparaltar zu opfern.

Dr. Worms wörtlich: „Demokratie ist nicht gottgegeben. Sie belebt sich nicht von alleine. Deshalb braucht Demokratie politische Bildung. Politische Bildung ist kein Luxus, sondern sie gehört zur Demokratie wie die Luft zum Atmen. In Sonntagsreden, Parteitags- und Grundsatzbeschlüssen wird die Arbeit der politischen Bildung für den Erhalt der  Demokratie immer wieder gewürdigt. Die wahre Wertschätzung der politischen Bildung zeigt sich aber erst in der Krise. Wer sonntags das hohe Lied der politischen Bildung singt und montags der politischen Bildung die finanziellen Daumenschrauben anlegt, der legt die Axt an den Stamm der Demokratie.“

Festvortrag Prof. Dr. Hilz

Unterstützt wurde der Vorsitzende der Karl-Arnold-Stiftung durch Prof. Dr. Wolfram Hilz, der am Institut für Politische Wissenschaften und Soziologie der Bonner Universität lehrt. Auch Prof. Hilz mahnte in seinem Festvortrag an, dass es keine stabile Demokratie mit gut informierten Bürgern zum „Schnäppchenpreis“ gebe. Prof. Hilz wörtlich: „Wer den Preis für gute politische Bildung nicht zu zahlen bereit ist, muss die Kosten für eine instabile Demokratie, einschließlich einer sich abwendenden Bevölkerung, bereits einkalkulieren.“

Die Reden von Dr. Worms und Prof. Hilz können Sie unter den beiden Links: Rede Dr. Worms und Rede Prof. Hilz  nachlesen.

Round-Table-Gespräch

In einem Round-Table-Gespräch ließen die beiden ehemaligen Leiter der Karl-Arnold-Bildungsstätte, Jürgen Wahl und Karl Lamers, sowie Jürgen Clausius, der jetzige Leiter der Stiftung,  fünf Jahrzehnte politische Bildung in der Karl-Arnold-Stiftung Revue passieren. Moderiert wurde die Gesprächsrunde von Jürgen Rosorius. Stephan Eisel rundete mit seinem musikalischen Intermezzo am Flügel das Programm der Festveranstaltung ab.

Die Reden zum Nachhören

Bildergalerie

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vlnr. Dr. Gottfried Arnold, Irene Arnold, Dr. Karl Hans Arnold
vlnr. Dr. Gottfried Arnold, Irene Arnold, Dr. Karl Hans Arnold
Ein Karl-Arnold-Porträt des Künstlers Junus Karimow wurde zu Gunsten tatarischer Straßenkinder versteigert. Rechts Enkel Karl Hans Arnold, links Stiftungsleiter Jürgen Clausius
Ein Karl-Arnold-Porträt des Künstlers Junus Karimow wurde zu Gunsten tatarischer Straßenkinder versteigert. Rechts Enkel Karl Hans Arnold, links Stiftungsleiter Jürgen Clausius