Die Europäische Union: Geschichte - Institutionen - Entscheidungsprozesse

Bei wunderschönem Herbstwetter brachen die jugendlichen Teilnehmenden aus Brühl am ersten Tag ins Elsass auf. In einem für Besucher zugänglichen Teil der ehemaligen Maginot-Linie gab es während eines zweistündigen unterirdischen Rundgangs viele Informationen über die ehemals bitter verfeindeten Nachbarn Deutschland und Frankreich. Es wurde deutlich, welche Unsummen in die Rüstungsindustrie flossen und mit welchem Misstrauen sich die beiden Völker weit über ein Jahrhundert begegneten. Am Abend referierten die Jugendlichen zu ausgewählten Aspekten, die ein friedliches Zusammenleben von 452 Millionen Menschen in der Europäischen Union mit sich bringen.

Während der ansonsten einzigen Regenperiode am nächsten Tag wurden die Teilnehmenden vom Besucherdienst des EU-Parlaments begrüßt und erfuhren während eines Rundgangs durch das Gebäude viele Details aus dem Alltag der EU-Parlamentarier und über die Institution.

Leider hielt der Regen auch noch eine Zeit lang während der anschließenden Stadtführung an, daher wurden Details dann lieber im trockenen Straßburger Münster vertieft.

Bereits 1949 wurde der Europarat gegründet. Am Nachmittag gab es dort von einer Mitarbeiterin viele Informationen über die Arbeit und die Teilnehmenden hatten die Gelegenheit, auf der Besuchertribüne des Plenarsaals live an einer Diskussion des Kongresses der Gemeinden und Regionen teilzunehmen. Das war für viele sehr spannend und auch das Thema "Situation der Roma" war sehr aktuell und zeigte eindrücklich, dass diese Institution vor allem der Wahrung der Menschenrechte von 800 Millionen Europäern verpflichtet ist.

Maginot-Linie
Straßburg im Regen
Münster
im Münster
Europarat
Europarat

Geschichte und Gegenwart

Bei wieder schönem Herbstwetter wurde am dritten Tag im Elsass die wechselvolle Geschichte dieser Grenzregion eindrücklich im Mémorial d'Alsace verdeutlicht. Die Teilnehmenden zeigten sich beeindruckt vom Schicksal mehrerer Generationen, das von Flucht, Vertreibung, Anpassung und ständigem Wechsel der Regierung und der eigenen Sprache geprägt war. Nach der Mittagspause wurde ein besonders schreckliches Kapitel der deutsch-französischen Geschichte im ehemaligen Konzentrationslager Struthof begreifbar. Für viele Jugendliche war es der erste Besuch in einer solchen Gedenkstätte und es wurde deutlich, welche Folgen Diktaturen und der Verlust der Menschenrechte mit sich bringen und wie wichtig es ist, die eigene Demokratie als Wert zu begreifen und wachsam zu bleiben, um die Abschaffung dieser errungenen Freiheiten zu verteidigen.

Einen positiven Ausblick gab es am letzten Tag bei einem Treffen im Oberkirchner Rathaus und einem Referat über die praktische grenzüberschreitende deutsch-französische Zusammenarbeit im Eurodistrict.

Mémorial d'Alsace
Mittagspause :-)
Struthof
Struthof
Struthof, Modell
Struthof, Ausstellung

Bildergalerie

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Maginot-Linie

Straßburg im Regen

Münster

im Münster

Europarat

Europarat

Mémorial d'Alsace

Mittagspause :-)

Struthof

Struthof

Struthof, Modell

Struthof, Ausstellung