Prag: Brennpunkt tschechischer Geschichte und Politik

36 Bürgerinnen und Bürger aus dem Raum Köln besuchten mit der Karl-Arnold-Stiftung die tschechische Hauptstadt Prag. Auf dem Programm der Studienfahrt standen neben politischen Gesprächen in der Deutschen Botschaft und dem tschechischen Senat die wechselvolle deutsch-tschechische Geschichte.

Neben einer Stadtführung durch das alte Prag, bei der die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer viel über die Geschichte Prags und das Leben der Prager Bürgerinnen und Bürger lernten, stand am ersten Tag der Besuch der Deutschen Botschaft auf dem Programm. An diesem Ort, an dem am 04. September 1989 der damalige Außenminister der Bundesrepublik Deutschland, Hans Dietrich Genscher, die Ausreise der mehr als 4000 DDR Flüchtlinge bekannt gab, konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Seminars die dramatischen Ereignisse,  die mit zum Ende der DDR beigetragen haben, nachvollziehen und sich ein Bild davonmachen,  was diese Umbruchzeiten für Deutschland und Europa bedeutet haben.

Vor dem Hotel
Sehenswerte Altstadt
In der deutschen Botschaft

Der zweite Tag des Seminars stand ganz im Zeichen der deutsch-tschechischen Geschichte mit ihren für die Menschen in beiden Ländern tragischen Ereignissen. Zunächst besuchten die Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmer die Gedenkstätte in Lidice. Einer der letzten lebenden Zeitzeugen berichtete über die schrecklichen Ereignisse vom 10.Juni 1942, an dem der Ort durch die Nationssozialisten völlig zerstört und ein Großteil der Einwohner getötet wurden, und seine Verschleppung nach Deutschland. Bei einem Rundgang über die Gedenkstätte wurde an die nationalsozialistischen Gräueltaten erinnert. 

Von Lidice führte der Weg der Studiengruppe nach Konopischt.  Im ehemaligen Jagdschloß von Franz-Ferdinand von Österreich-Este umwehte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Hauch der Weltgeschichte. Franz Ferdinand von Österreich-Este war österreichischer Erzherzog und seit 1896 Thronfolger von Österreich-Ungarn. Das Attentat von Sarajevo, bei dem er und seine Frau ums Leben kamen, gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs.

Führung Gedenkstätte Lidice
In Konopischt

Am dritten Tag stand der Besuch des Kloster Strahov und ein Gespräch mit dem Provisor des Klosters auf dem Programm, in dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmern viel über die Bedeutung der Religion in Zeiten des kommunistisches Regimes und seit der samtenen Revolution erfuhren.

Aktuelle politische Frage und die deutsch-tschechischen Beziehungen waren Themen des Gesprächs mit dem Senator, Petr Pakosta. Anschließend fand eine Führung durch den Senat des  tschechische Parlament, der im Waldsteinpalais beheimatet ist, statt. 

Zum Abschluss der Studienreise beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei einer Führung durch das jüdische Viertel mit dem Judentum und seiner Geschichte in Prag. 


Im Senat
Im Senat
Kloster Strahov

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Gedenkstätte Lidice

Vor dem Hotel

Sehenswertes in der Prager Altstadt

Kloster Strahov

Konopischt, Jagdschloss

Senat

Senat