POL&IS – Ein beliebtes Planspiel für jung und alt

POL&IS  – das steht für Politik und Internationale Sicherheit. Dieses von der Bundeswehr in Kooperation mit der Karl Arnold Stiftung durchgeführte Seminar zeigt anhand einer Simulation spielerisch den Ablauf internationaler Politik. Die komplizierten Sachverhalte internationaler Sicherheitspolitik können den Teilnehmern in dieser Form leichter näher gebracht werden. Die Spieler vertreten jeweils eine Region (z.B. West oder Osteuropa, Asien, Südamerika etc.) und können innerhalb dieser Regionen entweder die Position des Staatsministers, Wirtschaftsministers oder des Oppositionsführers übernehmen.

Darüber hinaus werden die Regionen von Institutionen wie der UNO, der Weltpresse und Nicht-Regierungsorganisationen wie Greenpeace und Amnesty International überwacht. Im Rahmen internationaler Verhandlungen können die Spieler anschließend miteinander verhandeln und Verträge schließen.

Je nach Verhandlungsgeschick und Grundvoraussetzung des Landes an Verhandlungsgütern (Agrargüter, Industriegüter etc.) können die Führer ihrer Region die Situation innerhalb ihrer Länder verbessern oder auch verschlechtern. Sie lernen dadurch die Konsequenzen von Verhandlungen im internationalen Rahmen kennen. Die Dauer eines solchen Planspiels beträgt drei bis fünf Tage.

Aufgrund des spielerischen Charakters und seinem leichten Verständnis erfreut sich die Simulation großer Beliebtheit. Die Simulation ist besonders für Schülerinnen und Schüler interessant, da das Planspiel einen Überblick über die Komplexität internationaler Verhandlungen vermittelt und gleichzeitig vielfältige Kompetenzen trainiert werden.

Die Simulation fördert zum Beispiel die Teamfähigkeit durch die Abstimmung der Vertreter der jeweiligen Region auf eine gemeinsame Politik. Die Teilnehmer lernen frei zu sprechen und sich in Verhandlungen durchzusetzen. Die Kreativität wird durch das Einbringen eigener Ideen gefördert und Sachkenntnis wird durch die Erarbeitung von Fakten zu ihren jeweiligen Regionen erlangt.

Was wir von dem immer mal wieder vorgebrachten Vorurteil halten, dass es im Rahmen der Simulationen vielleicht zu einer unangemessenen Beeinflussung junger Menschen durch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr kommen könnte, lesen Sie in unserem Blog.

Für Schülerinnen und Schüler ist es zudem schön, wenn sie sich vom Leistungsdruck des Schulalltags für ein paar Tage befreien können und darüber hinaus nach der Simulation gleich mehrere Tage miteinander in einem Tagungshaus verbringen zu können. Die freundlichen und kompetenten Jugendoffiziere der Bundeswehr unterstützen die  Jugendlichen mit ihrer kameradschaftlichen Art, was die Atmosphäre während der Simulation sehr angenehm machte.

In diesem Jahr arbeitete die Karl Arnold Stiftung vor allem mit den Jugendoffizieren aus Köln, Düsseldorf, Koblenz, Siegen und Arnsberg zusammen. An dieser Stelle sind die Jugendoffiziere Dennis Liebenthal, Holger Gottesmann, Dominik Heße, Daniel Kayser, Kerstin Zimmermann, Peter Schelkle, Ralph Ollinger, Alexander Vehrenkamp, Jan Frederik Holst und Tony Gutmann  als Referenten für das POL&IS Seminar zu erwähnen, die in ihrer Rolle als Referenten im Auftrag der Bundeswehr die Jugendlichen unterstützt und betreut haben.

Die Rückmeldung der Teilnehmer war durchweg positiv. Die POL&IS Seminare zeichnen sich durch besonderes Engagement ihrer Teilnehmer aus. Den Mitspielern gefiel besonders, dass man nach einer kurzen Eingewöhnungsphase einen guten Überblick über aktuelle Verhandlungen bekam, die auch in der Realität zurzeit eine große Rolle in der Sicherheitspolitik spielen. Dies spielt für die Karl-Arnold-Stiftung eine große Rolle, da Sie es als ihre Aufgabe versteht, Wissen über Politik an Bürgerinnen und Bürger zu vermitteln.

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