1200 selbstgenähte Mund-Nase-Schutzmasken verteilt

Geflüchtete zeigen solidarisches Engagement während der Corona-Krise: zugewanderte Frauen verteilen über 1200 selbstproduzierten Mund-Nasen-Schutz

„Aktivierung der Zivilgesellschaft für eine erfolgreiche Integration“ – diesen Titel trägt ein erfolgreiches Projekt der Karl-Arnold-Stiftung. Ziel ist die Aktivierung von bereits existierenden zivilgesellschaftlichen Initiativen, um zugewanderte Menschen mit Fluchtgeschichte zu integrieren und ihnen damit den Zugang zu Teilhabestrukturen zu ermöglichen.

Die 32 Teilnehmenden haben seit dem Start des Projekts im Januar 2020 in Bergisch Gladbach bereits beträchtliche Arbeit geleistet.

Fünf arabische bzw. kurdische Teilnehmerinnen haben sich jetzt während der Corona-Krise als besonders solidarisch erwiesen. In sehr kurzer Zeit haben sie über 1200 Mund-Nase-Schutzmasken genäht, die sie an Kitas, Schulen, Vereine sowie Frauen- und Altenheime verteilt haben. Während vier Frauen zu Hause die Masken genäht haben, hat Frau Afnan Ammar die komplette Organisation übernommen. Sie hat sich sowohl um Stoffspenden als auch um die Vernetzung und die Verteilung in den Einrichtungen gekümmert. Zwei der Teilnehmerinnen hatten zuvor in einer Frauengruppe das Nähen gelernt. Trotz der aktuell angespannten Situation zu Hause, haben es die Frauen trotz Kinderbetreuung geschafft, eine derart hohe Anzahl an Mundschutzmasken anzufertigen.

Frau Ammar: „Wir möchten mit dieser Geste unsere Dankbarkeit ausdrücken, für das, was Deutschland für uns getan hat. Damit möchten wir einen Beitrag für die Gesellschaft leisten und diese Krise gemeinsam durchstehen."

Diese Aussage macht deutlich, dass ein Projektziel der Karl-Arnold-Stiftung bereits lange vor dem Ende des Projekts bereits erreicht werden konnte. Die Teilnehmerinnen haben den Sinn der ehrenamtlichen Tätigkeit verstanden und praktisch umgesetzt.

Das Projekt „Aktivierung der Zivilgesellschaft für eine erfolgreiche Integration“ führt die Karl-Arnold-Stiftung e.V. in Kooperation mit dem IMAP Institut und dem Deutschen Institut für Community Organizing durch. Gefördert wird das Projekt aus Mitteln des Asyl- und Migrationsfond (AMIF) der Europäischen Union.

Zu den Informationen über das Projekt und den weiteren Projekten und Angeboten des Karl-Arnold-Instituts.