Freiwilligen-Seminar in Berlin „DDR: Geschichte, Politik und Alltag“

Vom 06. bis zum 10. Mai 2019 fand das Freiwilligen-Seminar mit dem Schwerpunkt DDR-Geschichte in Berlin statt. Teilgenommen haben insgesamt 40 junge Erwachsene aus Nordrhein-Westfalen, die momentan ein freiwilliges soziales Jahr in verschiedenen politischen Institutionen und Bildungseinrichtungen absolvieren. Als aktueller Freiwilliger bei der Karl-Arnold-Stiftung nahm auch ich an der Seminarfahrt teil. In den vergangenen Monaten habe ich die Seminarfahrt vorbereitet und geplant, weshalb ich besonders gespannt auf die Durchführung und das Erleben des geplanten Programms in der Praxis war.

Wir besuchten unter anderem den ehemaligen Grenzübergang zur DDR bei Marienborn, die Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße und die Stiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Besonders bedrückend aber auch sehr informativ waren die Schilderungen von Zeitzeugen, welche Fluchtversuche aus der DDR unternahmen und aus diesem Grund in politische Einzelhaft gerieten.

Die Wiedervereinigung Deutschlands liegt bald 30 Jahre zurück. Keiner von uns Freiwilligen hat heute noch einen direkten Bezug zur DDR. Heute merken wir im Alltag bloß hin und wieder, dass durch Deutschland fast 29 Jahre lang eine Mauer verlief. Vor allem weil wir die DDR selbst nicht erlebt haben, war das Aufeinandertreffen mit Zeitzeugen, welche damals in dem Alter waren, in dem wir heute sind, eine sehr einprägende Begegnung.

Im Anschluss an das Seminar waren wir uns alle einig: Die Freiheit, welche wir heute genießen und nicht anders kennen, ist nicht selbstverständlich. Deshalb gilt es für uns auch heute unsere demokratische Ordnung zu schützen und zu erhalten.

Felician Fraund - Freiwilliges soziales Jahr im politischen Leben bei der Karl-Arnold-Stiftung (September 2018 bis August 2019)