Bildung für nachhaltige Entwicklung

Foto von Gerd Altmann auf Pixabay

Implementierung von BNE

Der Vorstand der Karl-Arnold-Stiftung hat im Oktober 2019 beschlossen, dass die Stiftung Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in ihrer Bildungsarbeit und ihrer Organisation implementieren wird. Im Rahmen der nächsten regelmäßigen Rezertifizierung, die im Sommer 2021 ansteht, streben wir die erweiterte Zertifizierung als BNE-Einrichtung an.

Ziel 4: Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördernUrheberrecht© United Nations/globalgoals.org

Worum geht es bei BNE?

2015 fiel der Startschuss für das UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung. Das fünfjährige Programm (2015-2019) zielte darauf ab, langfristig eine systemische Veränderung des Bildungssystems zu bewirken. Das Weltaktionsprogramm leistete einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Bekannt wurde die Agenda vor allem durch die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – die Sustainable Development Goals (SDGs).

Bildung (das Ziel Nummer 4) wird darin als zentrale Voraussetzung betrachtet, um die übrigen formulierten Ziele insgesamt erreichen zu können.

Dazu soll bis 2030 für alle Menschen auf der Welt eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen sichergestellt werden.

Foto von Kyle Glenn auf Unsplash

Welche Bezüge gibt es zwischen der Bildungsarbeit der Karl-Arnold-Stiftung und BNE?

Bereits seit Beginn der 1980er Jahre wendet die Karl-Arnold-Stiftung wesentliche Elemente von BNE in ihrer Bildungsarbeit an. Lange bevor der Begriff "Bildung für nachhaltige Entwicklung" aufkam, haben wir in unseren Veranstaltungen neben Politik immer auch z.B. über die Themen Wirtschaft und Kultur informiert. Die Berücksichtigung ökologischer Zusammenhänge spielt in einzelnen Bildungsveranstaltungen etwa seit Beginn der 2000er Jahren eine größere Rolle.

Wir haben uns nie darauf beschränkt, Menschen einfach nur die Strukturen der parlamentarischen Demokratie in Deutschland oder die reine Funktionsweise der Institutionen der Europäoschen Union zu erklären. Für uns war es immer ein Anliegen, durch unsere Veranstaltungen bei unseren Teilnehmenden nachhaltige Bildungsprozesse anzustoßen.

Wenn wir jetzt das Konzept BNE in unsere Bildungsarbeit implementieren, stellt dies für uns eine logische Weiterentwicklung der eigenen Arbeit dar. Zukünftig werden wir uns in einzelnen Bildungsprogrammen und -formaten noch stärker als bisher mit dem Begriff der Nachhaltigkeit auseinander setzen. Darüberhinaus werden wir aber auch unsere Organisation selbst im Sinne von BNE weiterentwickeln.

Genau das macht nämlich BNE aus: den Menschen durch eine gute und umfassende Bildung aufzuzeigen, dass es eben keine einfachen Antworten auf komplexe Herausforderungen gibt. Es geht darum, das Lernen selbst zu verändern und zu begreifen, dass durch die gemeinsame Berücksichtigung der Zusammenhänge zwischen Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft, Politik und Umwelt neue Lösungsmöglichkeiten auch für komplexe Probleme gefunden werden können.

Der einzelne Mensch soll in die Lage versetzt werden, Zusammenhänge besser zu verstehen, so dass er bewusst sein Verhalten ändern kann. Je mehr Menschen in dieser Hinsicht eine nachhaltige Bildung erfahren, desto besser können sie sich auch den Herausforderungen der Zukunft stellen.