Karl-Arnold-Stiftung - Seminar: Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland (Gesellschaft und Bundeswehr).
 

Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland (Gesellschaft und Bundeswehr).

Informationen

Termin:19.09.2022 - 23.09.2022
Seminarnummer:22084
Tagungsort:Dresden
Tagungsbeitrag:470,00 EUR (Halbpension)
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
Teilnehmerzahl:mindestens 15 und höchstens 25
Ansprechpartner:Ulrike Steimann
Telefon:0221 66997520
Zielgruppe:Soldaten, Angehörige der Bundeswehr, Multiplikatoren, interessierte Bürgerinnen und Bürger
Teilnahmebedingungen

Das Seminar setzt sich mit historischen und aktuellen Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland auseinander. Workshops, Führungen an themenbezogenen Lernorten und Gespräche mit Experten aus Wissenschaft und Politik sollen dazu beitragen, die eigene politische Urteilsfähigkeit zu stärken.

Programmpunkte

  • Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GMF) in Gesellschaft und Bundeswehr: Gefährdungsanalyse und Strategien im Umgang mit GFM
  • Tradition in der Bundeswehr: Führung durch das Militärhistorische Museum der Bundeswehr
  • "Keine Kameraden": Sowjetische Kriegsgefangene und die Geschichte des Kriegsgefangenenlagers Zeithain 1941–1945
  • Verantwortliches Befehlen - verantwortliches Gehorchen
  • Dresdens schönste Seite - Ein Streifzug durch die Altstadt
  • Die Stasi in Dresden - Besichtigung des authentischen Ortes
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und die Rolle der politischen Bildung

Lernmethoden

  • Workshop
  • Kommentierte Führung
  • Gespräch und Diskussion
  • Kommentierte Führung, Zeitzeuge

Lernergebnisse

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können

  • unterschiedliche Formen der Abwertung von bestimmten (konstruierten) Menschengruppen reflektieren

  • das Gefährdungspotential von Ideologien der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit für die Demokratie einschätzen.

  • sich kritisch mit der deutschen Militärgeschichte und ihren traditionsstiftenden Elementen auseinandersetzen

  • wesentliche Elemente der rassenideologisch fundierten Vernichtungspolitik von Wehrmacht und NS-Staat gegenüber sowjetischen Soldaten und Kriegsgefangenen darlegen

  • die Gewissensentscheidung des Soldaten als letzte Entscheidungsinstanz  für sein individuelles Handeln erkennen

  • den Wandel Dresdens als politisches und kulturelles Zentrum Sachsens in Geschichte und Gegenwart bewerten

  • das Haftregime des MfS und die Besonderheiten des Gefängnisgebäudes in Dresden beurteilen.

  • die Möglichkeiten der politischen Bildung im Umgang mit diskriminierenden und extremistischen Einstellungen einschätzen