Karl-Arnold-Stiftung - Seminar: Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland (Gesellschaft und Bundeswehr).
 

Umgang mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland (Gesellschaft und Bundeswehr).

Informationen

Termin:12.09.2022 - 16.09.2022
Seminarnummer:22102
Tagungsort:Weimar
Tagungsbeitrag:490,00 EUR (Halbpension)
118,00 EUR (Einzelzimmerzuschlag)
Teilnehmerzahl:mindestens 15 und höchstens 30
Ansprechpartner:Ulrike Steimann
Telefon:0221 66997520
Zielgruppe:Soldaten, Angehörige der Bundeswehr, Multiplikatoren, interessierte Bürgerinnen und Bürger
Teilnahmebedingungen

Das Seminar setzt sich mit historischen und aktuellen Erscheinungsformen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland auseinander. Workshops, Führungen an themenbezogenen Lernorten und Gespräche mit Experten aus Wissenschaft und Politik sollen dazu beitragen, die eigene politische Urteilsfähigkeit zu stärken.

Programmpunkte

  • Die Wartburg – Symbol der deutschen Einheit
  • Was ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit?
  • Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit (GFM) in Gesellschaft und Bundeswehr: Gefährdungsanalyse und Strategien im Umgang mit GFM
  • Weimar: Zwischen Klassik und Barbarei. Kommentierte Stadtführung
  • Das Konzentrationslager Buchenwald und Weimar
  • Jüdische Emanzipation und Antisemitismus in Erfurt im 19. und 20. Jahrhundert – Besichtigung und Gespräch in der Kleinen Synagoge und Stadtrundgang
  • Jüdisches Leben in Erfurt nach 1945 – Besichtigung der Neuen Synagoge und Gespräch
  • Menschheitsverbrechen und Berufsalltag – Topf & Söhne und die Geschäftsbeziehungen zur SS.
  • Die doppelte Bedeutung der Andreasstraße - Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Andreasstraße

Lernmethoden

  • Kommentierte Führung
  • Workshop
  • Gespräch und Diskussion
  • Kommentierte Führung, Zeitzeuge

Lernergebnisse

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können

  • die Bedeutung der Wartburg als Denkmal der National- und Weltgeschichte und Symbol der deutschen Einheit darlegen

  • unterschiedliche Formen der Abwertung von bestimmten (konstruierten) Menschengruppen reflektieren

  • das Gefährdungspotential von Ideologien der Ungleichheit und Ungleichwertigkeit für die Demokratie einschätzen.

  • die Bedeutung Weimars als nationalen Symbolort deutscher Geschichte verstehen

  • Aufbau und Funktionsweise des KZ Buchenwald und seine Beziehungen zur "Klassikerstadt" Weimar in den historischen Kontext einordnen.

  • die wechselvolle Geschichte der Juden in Erfurt zwishen Emanzipation und Verfolgung nachvollziehen

  • wichtige Aspekte des deutsch-jüdischen Zusammenlebens in Erfurt nach 1945 benennen

  • Fragen nach individueller Verantwortung im beruflichen Alltag reflektieren

  • anhand des Systems politischer Haft in der DDR den Unrechtscharakter des SED-Regimes beurteilen