Karl-Arnold-Stiftung - Seminar: Politische Bildung vor Ort: Straßburg. Von der deutsch-französischen "Erbfeindschaft" zur europäischen Integration
 

Politische Bildung vor Ort: Straßburg. Von der deutsch-französischen "Erbfeindschaft" zur europäischen Integration

Informationen

Termin:07.09.2020 - 11.09.2020
Seminarnummer:20026
Anmeldeschluss:24.07.2020
Tagungsort:Straßburg
Tagungsbeitrag:390,00 EUR (Halbpension)
Einzelzimmerzuschlag auf Anfrage
Teilnehmerzahl:mindestens 20 und höchstens 35
Ansprechpartner:Ulrike Steimann
Telefon:0221 66997520
E-Mail:u.steimann@karl-arnold-stiftung.de
Zielgruppe:Soldaten, Angehörige der Bundeswehr, Multiplikatoren, interessierte Bürgerinnen und Bürger
Teilnahmebedingungen

Das Seminar vermittelt Fakten zur deutsch-französischen Konfliktgeschichte, zur europäischen Integration sowie zum Zusammenspiel der verschiedenen europäischen Institutionen. Vor dem Hintergrund des deutsch-französischen Konflikts im 19. und 20 Jahrhundert sollen sich die Teilnehmenden die historische und politische Bedeutung der Europäischen Union und ihre friedenstiftende Wirkung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs vergegenwärtigen.

Es finden Besuche in wichtigen europäischen Institutionen (u.a. Europäisches Parlament, Europarat) sowie Führungen durch Straßburg und Exkursionen ins Elsass zu ausgewählten Schauplätzen deutsch-französischer Geschichte statt. Die Teilnehmenden erhalten Gelegenheit, sich über aktuelle Fragen der europäischen Politik auszutauschen, den Arbeitsalltag der Europaabgeordneten praktisch kennenzulernen und sicherheitspolitische und militärische Aspekte der deutsch-französischen Beziehungen in Vergangenheit und  Gegenwart zu diskutieren.

Programmpunkte

  • Von der deutsch-französischen „Erbfeindschaft“ zur Europäischen Union
  • Who is who in the EU - Institutionen und Entscheidungsprozesse in der Europäischen Union
  • Die Rolle des Europarates bei der Durchsetzung der Menschenrechte in Europa
  • Krieg und Frieden in Kehl und Straßburg: Ausgewählte Beispiele zu Konflikten und Versöhnung zwischen 1870 und 1945
  • Die Arbeit der Parlamentarier im Europäischen Parlament und aktuelle Fragen zur europäischen Politik
  • Die europäischen Institutionen in Straßburg
  • Fort de Mutzig – Feste Wilhelm II: Eine deutsche Festungsanlage gegen Frankreich
  • Das Eurokorps: Ein Instrument europäischer und atlantischer Sicherheit
  • Deutsch-französische Geschichte im Elsass: Zeugnisse von Feindschaft und Versöhnung
  • Die Geschichte des ehemaligen Reichsgebiets Elsass-Lothringen von 1870 bis 1945: Besuch der Ausstellung im 'Mémorial de l'Alsace-Moselle' in Schirmeck

Lernmethoden

  • Vortrag
  • Vortrag mit Diskussion
  • Kommentierte Führung
  • Informationsbesuch
  • Gespräch und Diskussion

Lernergebnisse

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können

  • den gegenwärtigen Zustand der deutsch-französischen Beziehungen und der Europäischen Union reflektieren und bewerten.

  • darstellen, wie das Zusammenspiel der Institutionen in der EU funktioniert.

  • die Bedeutung des Europarates für die Sicherung demokratischer Grundsätze und rechtsstaatlicher Grundprinzipien in Europa nachvollziehen.

  • Straßburg und Kehl als Symbole der deutsch-französischen Aussöhnung benennen.

  • Aufgaben und Ziele des Europäischen Parlaments beschreiben.

  • die Bedeutung Straßburgs als Symbol für die Zukunft Europas erkennen

  • einen Perspektivenwechsel erleben und den deutschen wie französischen Blickwinkel auf die gemeinsame Konfliktgeschichte nachvollziehen.

  • die militärische und politische Bedeutung des Eurokorps im Hinblick auf die gemeinsame europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik einschätzen und bewerten.

  • die Befindlichkeiten von Deutschen und Franzosen im Elsass vor und während der kriegerischen Auseinandersetzungen im 19. und 20. Jahrhundert vergleichen.

  • die Folgen der deutsch-französischen Konflikte für die im Elsass ansässige Bevölkerung erkennen.