Das Tor zur Welt erlebt

„Was hat Ihnen in Hamburg am besten gefallen? – Alles“. Diese Antwort einer Teilnehmerin überraschte nicht. Alle Mitreisenden waren sich einig: unser Aufenthalt in der Hansestadt im war ein voller Erfolg. Hamburg ist nicht nur groß, sondern auch großartig.

Begeisterung stellte sich bereits bei der Stadtrundfahrt ein, die neben den üblichen Punkten (Speicherstadt, Landungsbrücken, Außen- und Binnenalster etc.) auch weniger bekannte Ecken berührte. Unser Begleiter, ein Architekt, rollte die Geschichte der Stadt anhand ihrer Bebauung in faszinierender Weise vor uns auf. Gleichzeitig gab er viele Informationen zur ihrer politischen, wirtschaftlichen und sozialen Struktur.

Ausgestattet mit diesem Wissen besuchten wir dann das Rathaus am Alsterfleet. Während der Besichtigung des Plenar- und des Festsaales erklärte uns ein Mitarbeiter die Aufgaben und Zusammensetzung von Bürgerschaft und Senat. Hochinteressant war auch das Gespräch mit dem Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Gladiator. Wir stellten viele Fragen zur aktuellen Kommunal- und Landespolitik und erhielten umfassende Antworten.


Rathaus
Flutschutztor Binnenhafen
Blick von der Nikolaikirche
"Trude", Museum der Arbeit
Störtebecker-Denkmal
Binnenalster
Speicherstadt
Elbphilharmonie

Hafen und Handel haben Hamburg reich gemacht, und das gilt bis heute. 150.000 Menschen bietet er Lohn und Brot, mehr als jeder andere Wirtschaftszweig der Stadt. Dies und noch viel mehr erfuhren wir bei einer Hafenrundfahrt auf einer eigens für uns angeheuerten Barkasse. Gewaltige Container- und Kreuzfahrtschiffe, Schwimm- und Trockendocks, die Baustelle der Elbphilharmonie, nur eine Bugwelle von uns entfernt, das hatten wir zuvor noch nicht gesehen, und die Begeisterung war entsprechend groß.

Eher kritisches Interesse und Diskussionen weckte dagegen unser Besuch der Hafencity, derzeit das größte stadtplanerische Projekt in Europa. An einem Modell erfuhren wir, wie das neue Stadtviertel nach seiner Fertigstellung im Jahr 2025 aussehen soll, danach sahen wir uns einige bereits errichtete bzw. im Bau befindliche Gebäude und Plätze an.

Wie wichtig Hochwasserschutz nicht nur in der Hafencity, sondern auch in anderen Stadtvierteln Hamburgs ist, hat uns ein Wasserbauingenieur in einem beeindruckenden Vortrag deutlich gemacht. Anhand zahlreicher Fotos und auch direkt vor Ort zeigte er, welche Maßnahmen die Stadt seit der großen Flutkatastrophe von 1962 ergriffen hat und welche Projekte für die Zukunft geplant sind. 

Ausflüge in die Vergangenheit unternahmen wir im Hamburgmuseum und im Museum der Arbeit. Im Mittelpunkt der Führungen standen die wirtschaftliche und die industrielle Entwicklung Hamburgs seit dem 19. Jahrhundert. Bedrückend waren unsere Besuche im Mahnmal St. Nikolai und im ehemaligen Konzentrationslager Neuengamme, die an einen der schlimmsten Zeitabschnitte in der Hamburgischen Geschichte erinnern. 

Fazit: Die Woche verging wie im Flug, und alle waren glücklich über die vielen Eindrücke und Erlebnisse. Und das berüchtigte Schmuddelwetter? Wir haben es nicht gesehen. Hamburg präsentierte sich im Sonnenschein, und die Alster war blau wie die Adria.

Einstige Kernstadt, Modell
Führung Museum für Arbeit
Containerhafen
Führung Hafencity
Modell Hafencity
Gruppe, Jungfernstieg
Fleet in der Innenstadt
Stadtführung, Binnenalster

Bildergalerie

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