Grenzen überschreiten - ohne es zu merken...

Luxemburg kennt jeder. 2007 war es Kulturhauptstadt Europas. Aber nicht Luxemburg allein. Auch die Großregion SaarLorLux war mit dabei und nahm am Festprogramm teil. Eine Region, die sich über vier Länder und drei Sprachen erstreckt, war Kulturhauptstadt Europas. Und dies zu Recht!

Ob Römerzeit oder christliches Mittelalter, Politik- oder Kulturgeschehen, imperiale Machtausübung oder europäische Einigung: SaarLorLux ist ein Spiegel der europäischen Vergangenheit. Alle historischen Epochen haben diese an der Schwelle zwischen germanischem und romanischem Kulturraum gelegene Region geprägt. 

Dies sahen auch die 29 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem Rheinland, die die Region besuchten. Auf dem Programm standen Führungen in Saarbrücken, Metz, Schengen, Luxemburg und Trier. Auch in Aachen, das allerdings außerhalb der SaarLorLux-Region liegt, machte die Gruppe Station.

Neben Relikten aus der Römerzeit, die insbesondere in Trier in großer Zahl erhalten sind, stieß sie immer wieder auf Spuren Karls d. Gr., der schon zu seiner Zeit den Titel eines „Pater Europae“ trug. Außer der einstigen Kaiserpfalz Aachen ist hier auch Metz zu nennen, das der ursprüngliche Stammsitz der Karolinger und Grabstätte mehrerer Familienmitglieder Karls d. Gr. gewesen ist.

Domhof in Aachen
Plakat zur Route Charlemagne
Rathaus in Aachen
Im EuGH in Luxemburg
Im großen Sitzungssaal des EuGH
Regierungsviertel Luxemburg
Großherzoglicher Palast und Parlament
Altes und neues Luxemburg

Dass Grenzgebiete auch immer umkämpfte Gebiete sind, wurde an allen Orten deutlich. Vor allem Deutsche und Franzosen haben jahrhundertelang um die territoriale Zugehörigkeit der Region gekämpft. Eine der blutigsten Schlachten fand im Krieg 1870/71 auf den Spicherer Höhen an der lothringisch-saarländischen Grenze statt. Bewegend war auch der Besuch des Ehrenfriedhofs im Deutsch-Französischen Garten, auf dem Gefallene beider Nationen ruhen.

 

Vor diesem Hintergrund ist die Überwindung von Krieg und Feindschaft und die Schaffung eines gemeinsamen Raumes der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts ein kostbares Gut, für dessen Erhaltung alles getan werden muss. Die Gruppe sah viele Beispiele für das gelungene Miteinander über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Mehr als ein halbes Dutzend Mal hat sie Staatsgrenzen überquert, ohne dies zu merken. 

 

Dass der unkontrollierte Personenverkehr aber auch Nachteile und Gefahren für die Sicherheit der Bürger bringen kann, war ein Thema im Centre européen in Schengen. Hier erfuhren die Teilnehmer auch, welche Auswirkungen die Abschaffung der Kontrollen an den Binnengrenzen auf andere Politikbereiche der EU  hat.

 

 

Damit das europäische Recht in der gesamten Union beachtet und zum Wohle seiner Bürger angewendet wird, gibt es den Europäischen Gerichtshof. Wie dies im Detail geschieht, erfuhr die Gruppe bei ihrem Besuch des EuGh in Luxemburg.

Deutsch-französischer Garten in Saarbrücken
Auf den Spicherer Höhen
Bunker Westwall
Rathaus in Metz
Kathedrale in Metz
Schengen-Denkmal
Ein Stück Berliner Mauer in Schengen
Das Musée européen in Schengen
Porta Nigra in Trier
Marktplatz Trier
Plakette am Geburtshaus von Karl Marx in Trier

Klicken Sie die Bilder an, um sie zu vergrößern. Alle abgebildeten Personen waren mit der Veröffentlichung einverstanden. Wenn Sie nachweislich an dem Seminar teilgenommen haben, übersenden wir Ihnen auf Wunsch gerne ein Foto in Originalgröße. 

 

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