"Fokus Balkan" - Ein Planspiel zur Erweiterung der EU inkl. Tagesexkursion nach Brüssel

Europa geht jeden was an - genau aus diesem Grund nahmen Schülerinnen und Schüler des Leibniz-Montessori-Gymnasiums aus Düsseldorf an einem zweitägigen Seminar der Karl-Arnold-Stiftung teil.

Nachdem sie einen ersten Eindruck von den Institutionen der EU und dem Erweiterungsverfahren gewinnen konnten, schlüpften die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich am ersten Tag in verschiedene Planspielrollen. Unter der Überschrift „Fokus Balkan“ spielten sie den Erweiterungsprozess der EU nach. Hierbei mussten sie sich in die Aufgaben der politischen Akteure hineinversetzen. Sie wurden für diesen Tag zu Vertretern der Europäischen Kommission, des Europäischen Parlaments, des Rates der Europäischen Union, der Medien oder der beitrittswilligen Länder Albanien, Montenegro und der Türkei.

In Sitzungen diskutierten die Schülerinnen und Schüler den möglichen Beitritt von weiteren Ländern. Nebenher mussten sich die „Politiker“ Zeit für Interviews mit der Presse nehmen um „ihre Bevölkerung“ auf dem Laufenden zu halten. Gespannt warteten zum Schluss alle auf die Verkündung der Ergebnisse durch den Rat. Nur eines der drei Länder konnte dabei den Kandidatenstatus erreichen.

Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten durch das Planspiel einen intensiven Eindruck davon gewinnen, wie europäische Politik funktioniert. Und Spaß gemacht hat es auch noch, denn es wurde viel gelacht.

Am nächsten Tag besuchte die Gruppe die wirklichen Institutionen in Brüssel. Zunächst stand das Parlamentarium auf dem Programm, ein interaktiv gestaltetes Museum der Europäischen Einigung. In Gruppen begaben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf eine eigens für das Museum entwickelte Rallye. Verschiedene Aufgaben und Fragen - zum Teil durchaus knifflige - mussten gelöst werden. Die Siegergruppe wurde am Ende mit einer „europäischen Süßigkeit“ für ihre Mühen belohnt.

Nach einer Mittagspause mit original belgischen Pommes und einer kleinen Besichtigungstour durch die Brüsseler Altstadt, ging der Tag mit einem Besuch im Europäischen Parlament weiter.
Hier hatte die Gruppe die Möglichkeit, Teile des Parlamentsgebäudes zu sehen, die normalerweise für Besucher nicht zugänglich sind. In einem Sitzungsraum konnten die Schülerinnen und Schüler mit Herbert Reul, einem Europaabgeordneten aus der EVP-Fraktion, über aktuelle europäische Themen und seine alltägliche Arbeit im Parlament zu diskutieren. Im Anschluss stand noch ein Besuch auf der Tribüne des Plenarsaals an. Zufälligerweise fand gerade eine der seltenen Brüsseler Plenarsitzungen statt, so dass Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Redebeiträgen einiger bekannter und weniger bekannter europäische Politiker zuhören konnten, und das über Kopfhörer in einer der 24 Amtssprachen.
Ein schöner Abschluss für zwei Tage randvoll mit europäischen Erfahrungen!

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